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Man kennt das: Im Radio gefällt das Programm nicht, ein anderer Sender muss her. Oder aber ein Stau kündigt sich an – gibt es eine geschickte Umfahrung? Ein Blick auf den Bildschirm des Navigationssystems soll die Antwort liefern. Bis die gefunden ist, dauert es einige Sekunden.
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Preisfrage: Welche Strecke legt man in nur 2 Sekunden bei Tempo 50, 100 oder 130 auf der Autobahn zurück? Der ADAC hat das gemessen. Bei Tempo 50 sind es immerhin schon 30 Meter, bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h satte 55 und bei Tempo 130 gar 70 Meter. Ohne Sicht auf das, was auf der Straße passiert.
Runde 15 % aller Unfälle gehen laut Statistik auf das Konto derartiger Ablenkungen während der Fahrt. Wir sprechen hier über etwa 375.000 Crashs pro Jahr. Diese Zahl macht deutlich, dass es sich hier nicht um eine zu vernachlässigende Größe handelt. Vielmehr reden wir über eine riesige Zahl an Schäden für Mensch, Gesundheit und Geldbeutel.
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Laut ADAC ist die Rechtslage in einem solchen Fall nicht eindeutig. Hat der Fahrer grob fahrlässig gehandelt oder nicht? Die Versicherung wird den Fall mit ziemlicher Sicherheit prüfen wollen, vor allem dann, wenn es sich um eine erhebliche Schadensumme handelt. Unterstellt ein Richter grobe Fahrlässigkeit, kann die Versicherung Zahlungen kürzen.
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Von Rechtsfragen abgesehen: Unfälle dieser Art lassen sich durch verantwortungsvolles Verhalten vermeiden – und damit dann auch Gesundheitsgefahren und Kosten. Navigationsgeräte bedient man besser in einem stehenden Fahrzeug. Das Radio, Smartphone oder was auch immer ebenso. Eigentlich ist das auch allen Autofahrern klar. Aber offensichtlich wird diese Einsicht immer wieder verdrängt. Sonst gäbe es die riesige Zahl an Unfällen alleine aus diesen Gründen nicht.
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Werkstatt-Tipp möchte euch allen dieses Gefahrenpotential in Erinnerung rufen.
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