
Der neu geplante Kraftstoff Super E20 soll den Ausstoss von CO2 um theoretisch bis zu 16 % reduzieren.
Laut dem Automobilclub Deutschland soll diese neue Kraftstoffnorm unbedenklich sein. Zumindest für alle Autos, die bislang schon das E10 tanken konnten. Das neue Super soll den CO2-Ausstoss um bis zu 16 % senken. Gleichzeitig die Abhängigkeit von den Ölproduzenten verringern und wenn die Preise zudem fallen, wäre diese Kraftstoffnorm wohl allen willkommen.
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Fast allen, möchte man sagen. Denn eine Frage bleibt. Woher stammt die zusätzliche Menge an Bioethanol? Dieses wird ja aus Pflanzen gewonnen. Die so notwendigen Anbauflächen konkurrieren mit der Lebensmittelproduktion. Man muss kein Hellseher sein um vorherzusagen, dass das manche Kritiker auf den Plan rufen wird.
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Eines ist zudem zu erwarten. Dieser neue E20-Sprit heizt die Diskussion um Technologie-Offenheit im Automobilbau weiter an. Ein großer Teil der Bevölkerung will die Verbrenner-Autos nicht endgültig abschreiben. Und wer weiß – womöglich fällt findigen Chemikern noch eine Formel ein, wie man einen umweltverträglichen Kraftstoff in Europa günstig herstellen kann, ohne dann in Abhängigkeiten problematischer Lieferländer zu geraten.
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Abschließend muss noch auf einen kleinen Haken bei Bioethanol hingewiesen werden. Dessen Energiedichte ist etwas geringer als jene von herkömmlichem Benzin. Das heißt, dass der Spritverbrauch beim E20 höher ausfallen wird. Die Chance auf eine Preisreduktion pro Liter Super muss also gegen den höheren Verbrauch gegengerechnet werden. Wie die Rechnung unterm Strich für die Autofahrer tatsächlich ausfällt, muss also abgewartet werden.