• Gefälschte Fahrzeugteile

Gefälschte Markenprodukte – ein Problem auch für Kfz-Teilehersteller


So manche Fälschung fällt auf den ersten Blick ins Auge. Mal ist der Markenname falsch geschrieben, dann wieder sind Abbildungen oder Farben auf Umverpackungen derart schlecht, dass man auf den ersten Blick erkennt: Finger weg. Doch nicht immer ist das so. Die Produktpiraten sind lernfähig und bedienen sich immer raffinierterer Technik. Zunehmend mehr dieser Fakes sind also verdammt gut gemacht. Aber fast immer nur optisch. Technisch sind diese in aller Regel mangelhaft bis gefährlich, denn in der Verwendung minderwertiger Rohstoffe liegt der große Gewinn. Weil der Löwenanteil dieser Ware im Internet vertrieben wird, über Server irgendwo im Ausland, ist den Hintermännern nur schwer beizukommen. Nicht zuletzt deshalb haben die hiesigen Qualitätshersteller zu eigenen Abwehrmechanismen gegriffen.

Ein Beispiel für wirksame Maßnahmen gegen Produktpiraterie stammt vom europäischen Dachverband der Automobilzulieferindustrie (CLEPA) in Zusammenarbeit mit TecCom, einer Marke der TecAlliance GmbH. Mit TechIdentify ist es zumindest Mechatronikern in der Werkstatt möglich, über eine kostenlose App Ersatzteile im Internet auf Echtheit zu prüfen. Einige bekannte Ersatzteilmarken wie Bosch und Mahle gehen sogar darüber hinaus und applizieren eigene Erkennungsmarker auf ihren Produkten. Damit soll es gelingen, die Flut gefälschter Produkte einzudämmen. Immerhin entsteht der deutschen Wirtschaft jährlich ein Milliardenschaden durch Produktpiraterie. Und natürlich versprechen die mitunter abenteuerlich nachgemachten Produkte nicht annähernd die Sicherheit und Haltbarkeit des Originals. Am Ende zahlt also der Autofahrer die Zeche für illegale Produkte. Auch darauf weist die Initiative „Qualität ist Mehrwert“, getragen von führenden Ersatzteilherstellern, immer wieder hin.

Womit wir bei der Kernfrage wären: Wie erkennt der Autofahrer nachgemachte Qualitätsteile? Eben manchmal ganz einfach, durch puren Augenschein. Oft aber auch nicht. Daher ist die beste Lösung immer noch: Hände weg von vermeintlichen Schnäppchen aus dem Internet. Ist der Preis besonders billig, ist es sehr wahrscheinlich auch die Qualität. Und am besten fährt man einfach mit der Beratung durch Profis in der Fachwerkstatt. Der Kfz-Meister und seine Mitarbeiter erkennen, was dem Laien verborgen bleibt. Die qualifizierte Werkstatt bezieht ihre Ware über den seriösen Großhandel. Hier ist die Gefahr, auf eine üble Täuschung hereinzufallen, drastisch reduziert. Sucht euch also lieber den Meister des Vertrauens. Wenn ihr den, wie Millionen andere, nicht schon längst gefunden habt!

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