Fahrzeugservice immer teurer?


Manche Verbraucher meinen, sie müssten immer mehr für die Autowartung zahlen.

Von Autofahrerinnen und -fahrern hört man gelegentlich die Klage, dass Autofahren immer teurer wird. Auch die Wartungskosten sind mitunter in der Kritik. Aber ist das tatsächlich so? Handelt es sich um ein Gefühl, oder gibt es dafür Belege?

Schaut man auf die Statistik, kann man Zweifel an der These „immer teurere Fahrzeugwartung“ bekommen. Untersuchungen des Instituts Statista zeigen, dass die Wartungshäufigkeit über das letzte Jahrzehnt kontinuierlich abgenommen hat. Auch Untersuchungen innerhalb der Kfz-Service-Branche belegen, dass der Wartungsumsatz pro Fahrzeug rückläufig ist. Dafür gibt es Gründe.

Die Wartungsintervalle werden tendenziell immer länger, die Werkstattbesuche weniger. Die Kosten für die Fahrzeugwartung haben sich dadurch in Summe eher reduziert.

Waren noch vor 20 Jahren Wartungsintervalle alle 15.000 km der Normalfall, sollen moderne Fahrzeuge nur alle 30.000 km oder sogar noch später zur Inspektion. Übliche Preissteigerungen fangen diesen Umsatzrückgang in den inhabergeführten Kfz-Werkstätten nicht auf. Das dürfte der Grund dafür sein, dass die Zahl der Werkstätten in Deutschland spürbar zurückgegangen ist. Übrig geblieben sind die leistungsfähigen Betriebe, die auf Modernisierung und klare Kundenorientierung gesetzt haben.

Jedenfalls kann man die These vertreten, dass Autofahrer hinsichtlich der Werkstattkosten heute eher besser fahren als in früheren Zeiten. Die Gesetzgebung zum fairen Wettbewerb unter den Autohäusern mit ihren Servicebetrieben und den vielen markenunabhängigen Werkstätten trägt außerdem dazu bei, dass die Preise nicht eskalieren. Etwa die Hälfte aller Kunden bevorzugt bei der Fahrzeugwartung eine freie, inhabergeführte Mehrmarken-Werkstatt. Wer sich gut informiert, fährt heute bei der Fahrzeugwartung also vergleichsweise günstig. Nicht immer treffen Gefühle auf Realität.

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