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Was ein Gerichtsurteil und neue EU-Regeln verursachen können.

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Eigentlich glaubte man, der Diesel-Abgasskandal wäre Geschichte, das Thema alt und vorbei. Aber mitnichten, wie aktuell mehrere Nachrichtenportale wissen lassen. Tatsächlich könnte ein Gerichtsurteil dafür sorgen, dass Dieselfahrzeuge mit einer manipulierten Abgas-Abschaltvorrichtung entweder durch die Hersteller nachgerüstet oder stillgelegt werden müssen. Doch damit nicht genug.
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Der EU-Kommission ist ein Dorn im Auge, dass laut Studien auf dem Kontinent pro Jahr ca. 200.000 Todesfälle durch Feinstaub zu beklagen sind. Umweltorganisationen haben das Thema längst aufgegriffen und drängen auf verschärfte Abgasnormen. Und tatsächlich werden in Brüssel schärfere Abgasregeln nicht nur diskutiert, sondern womöglich schon bald in Gesetze gegossen. Was bedeutet das?

Feinstaub, der auch in Abgasen von Autos enthalten ist, stellt laut bestehender Studien ein Gesundheitsrisiko dar.

Ältere Diesel mit Euro-5-Norm und Euro-6-Benziner würden einer verschärften Abgasuntersuchung unterzogen. Betroffen davon sind dann rund 16 Millionen Fahrzeuge, also fast jedes 3. Auto in Deutschland. Dass sich der Ton in der Debatte verschärft, zeigen Aussagen des Chemikers Axel Friedrich von der Deutschen Umwelthilfe. Der Mann ist kein Unbekannter. Er war an der Aufdeckung des VW-Dieselskandals maßgeblich beteiligt. Jetzt sagt er, es sei ein Skandal, dass vermeintlich saubere Autos weiterhin die Luft verpesten dürfen.

Eine erste Etappe vor Gericht haben verschärfte Vorgaben bereits genommen. Das Oberverwaltungsgericht Schleswig Holstein gab der Umwelthilfe recht. Demnach darf das Kraftfahrt-Bundesamt keine Freigabe für ein „Thermofenster“ erteilen. Das nämlich hatte VW für Manipulationen auf dem Teststand genutzt und damit die Emissionswerte nach unten manipuliert.

Gegen das Urteil hat VW Beschwerde eingelegt. Ob der stattgegeben wird, ist offen. Nun liegt die Sache beim Bundesverwaltungsgericht. Aber darüber hinaus: Anfang Dezember wird eine Verschärfung der Abgasuntersuchung im EU-Rat abschließend beraten. Man darf gespannt sein, was dabei herauskommt.
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Klar ist eines: In dieser Sache liegt ähnlich viel Sprengkraft wie beim berühmt-berüchtigten Heizungsgesetz, das die „Ampel“ in Deutschland ins Gesetzblatt brachte. Sollten massenhaft Autos durch die Abgasuntersuchung fallen, ist mit massiven Protesten seitens der betroffenen Autobesitzer zu rechnen und die Politik wird unter erheblichen Druck geraten. Die Frage ist dann nämlich, wer haftet. Wer also die Betroffenen entschädigt oder aber die Fahrzeuge mit einer neuen Abgasreinigung ausrüstet?
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 Werkstatt-Tipp bleibt am Thema dran.

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