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Tachomanipulation – ein weit verbreitetes Delikt

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Da sich aufgrund der aktuellen Engpässe bei Computerchips die Lieferzeiten für Neuwagen drastisch verlängert haben, boomt das Geschäft mit Gebrauchten. Werkstatt-Tipp will seine Leser an dieser Stelle auf ein ernstes Problem hinweisen. Die Tachomanipulation.

Die Polizei schätzt, dass bei jedem 3. Fahrzeug aus zweiter oder dritter Hand die Laufleistung manipuliert wurde. Das ist einfach zu verstehen, denn diese Angabe ist wesentlich für den Preis des Wagens. Drehe ich die gefahrenen Kilometer um 30.000 zurück, winkt ein Gewinn von mehreren tausend Euro. Die Verlockung für unseriöse Verkäufer ist also groß.
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Eine Veränderung des Tachostandes ist in Deutschland selbstverständlich verboten. Auch der Verkauf von Geräten, mit denen das recht einfach zu bewerkstelligen ist, ist hierzulande untersagt. Nur leider sind diese Geräte im Internet leicht zu bekommen. Und sie werden gekauft. In nicht geringer Zahl.
Beim seriösen Gebrauchtwagenhandel, beispielsweise in Autohäusern oder guten Kfz-Werkstätten, kann man recht sicher sein, kein manipuliertes Auto untergeschoben zu bekommen. Leider gibt es aber auch dubiose Hinterhofhändler und auch private Verkäufer, bei denen Vorsicht geboten ist. Doch welche Anhaltspunkte haben Käufer, den Betrug zu erkennen?

Worauf sollte man beim Gebrauchtwagenkauf achten, um zu zu vermeiden, dass man hinsichtlich Laufleistung bzw. Kilometerstand des Wagens betrogen wird? Hier gibt es einige Tipps dazu.

• Steht in einer Werbeanzeige eine Formulierung wie „abgelesener Kilometerstand“ oder „Anzeige laut Tacho“ sind das oft bewußt gewählte schwammige Formulierungen, um sich von späteren Schadenersatzansprüchen zu schützen.

• Einfach genau hinschauen. Stimmen das angegebene Fahrzeugalter und die Gebrauchsspuren am Fahrzeug so gar nicht überein? Zeigt der Fahrgastraum mehr Abnutzung, als es Sinn macht? Sind auch an der Karosserie mehr Spuren zu erkennen, als eigentlich anzunehmen? Sei skeptisch.
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• Vorsicht, falls die Fahrzeugwartung nicht lückenlos dokumentiert ist. Schaut ins Serviceheft, denn dort ist nicht nur der Zeitpunkt der Arbeit aufgeführt, sondern auch der Kilometerstand. Lasst euch im Zweifelsfall Rechnungen der Wartung zeigen oder aber fragt nach, in welcher Werkstatt denn der Regelservice durchgeführt wurde. Kommen da Ausreden, Finger weg.
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Wer viel Geld für einen Gebrauchtwagen hinblättert, sollte auf Nummer sicher gehen. Lasst das gute Stück einfach mal in der Werkstatt checken. Die Fachleute dort können beispielsweise den Fehlerspeicher mit einem elektronischen Diagnosegerät auslesen. Ist ein Fehler hinterlegt, ist auch erkennbar, bei welchem Kilometerstand das passierte. Dann fliegt eine Manipulation auf.
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Natürlich sind Fachleute auch wesentlich besser in der Lage, die angegebene Laufleistung mit dem Grad des Fahrzeugverschleißes abzugleichen. Diskrepanzen sehen Fachleute schnell. Spätestens, wenn das Auto auf der Hebebühne ist.
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Fazit: Hat die Polizei recht und jeder 3. Gebrauchtwagen ist frisiert, lohnt sich ein Check des Autos in der Werkstatt. Man kann ja bei der Probefahrt einen Abstecher dahin vereinbaren. Ein seriöser Verkäufer wird keine Einwände haben. Falls dies abgelehnt wird, sollte man sich ganz schnell verabschieden. Alles Gute beim Gebrauchtwagenkauf.
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