• Schlüsselübergabe in der Werkstatt

Verdienen Werkstattketten Vertrauen?


Laut dem Online-Portal „Statista“ gibt es in Deutschland ungefähr 20.000 sogenannte freie Werkstätten, also solche ohne Bindung an eine Automarke. Die Mehrzahl dieser Betriebe ist allerdings Mitglied einer Werkstattkette. Dabei stellt sich die Frage, wieso sich Inhaber von Werkstätten bevorzugt einer Kette anschließen?

Arbeit am Bremsenprüfstand

Werkstätten einer Werkstattkette sind in der Regel gut ausgestattet.

Einer der wesentlichen Gründe dürfte sein, dass das Leben als Einzelkämpfer in allen Wirtschaftsbereichen aufgrund wachsender Komplexität zunehmend schwierig ist. Immerhin lasten auf Betreibern von Kfz-Werkstätten viele Aufgaben. Dazu zählen beispielsweise Kundenpflege, Betriebswirtschaft, IT, Buchführung, Betriebsorganisation, aber auch Mitarbeiterführung, Weiterbildung, Ersatzteilbeschaffung und Betriebsausstattung. Insgesamt also eine Fülle unterschiedlichster Anforderungen, die nur schwer unter einen einzigen Hut zu bekommen sind.

Vielen Inhabern von Kfz-Werkstätten ist daher Unterstützung willkommen. Mitarbeiter der Werkstattketten übernehmen zentrale Aufgaben, beispielsweise die Aufbereitung von Reparatur- und Ersatzteildaten, Fort- und Weiterbildungsprogramme oder aber die Bereitstellung von Informationen für Endkunden in elektronischer oder gedruckter Form. So bleibt dem Werkstatt-Team mehr Zeit, sich um die Technik und Kunden zu kümmern.

Für Autofahrer hat die Mitgliedschaft in einer Werkstattkette durchaus Vorteile. In aller Regel knüpft die Werkstattmarke nämlich gewisse Bedingungen an eine Mitgliedschaft. Dazu gehört die Prüfung der beruflichen Qualifikation des Inhabers und der Beschäftigten, die Werkstattausstattung und auch die Bereitschaft zur Weiterbildung. Zwar hängt die Leistungsfähigkeit eines Kfz-Betriebs immer zentral von der Motivation des Einzelnen ab. Gehört allerdings eine Werkstatt einer bekannten Kette an, sind Rückschlüsse auf grundlegende Qualitätsmerkmale durchaus möglich.

Die wichtigsten Pluspunkte von Werkstattketten

+ Werkstatt geführt von einem Kfz-Meister
+ Fortbildung für ein stets aktuelles Know-how
+ Ausstattung wie Diagnosegerät, Bremsenprüfstand etc.
+ Inspektion nach Herstellervorgaben, Erhalt der Herstellergarantie
+ Verwendung von Erstzteilen in Originalqualität

Übliche Anforderungen sind beispielsweise das Vorhandensein moderner Diagnosetechnik mittels elektronischer Testgeräte. Oder aber ein Bremsenprüfstand. Auch die Durchführung der Hauptuntersuchung im eigenen Betrieb. Oft die Bereitstellung eines Kunden-Ersatzwagens. Oder aber die Durchführung von Inspektionen nach Vorgaben des Fahrzeughersteller. Wichtig ist allerdings auch, dass der Werkstattinhaber sein eigener Herr bleibt, also nicht von einem Konzern gesteuert ist. In Verbindung mit der überschaubaren Betriebsgröße steht Kundennähe inklusive einer persönlichen Kundenbetreuung meist nichts im Wege.