Vor- und Nachteile von Allwetterreifen


Eigentlich klingt die Sache sehr verlockend. Warum acht Reifen kaufen, wenn es vier auch tun? Und zudem: Der Räderwechsel im Frühjahr und Herbst kostet Zeit und Geld. Also ist es doch einfach clever, auf Ganzjahresreifen zu setzen. Oder etwa nicht? Wie so oft im Leben gibt es auch auf diese Frage keine einfache Antwort. Erneut lautet das Fazit: Es kommt darauf an.
Zunächst können sich alle den folgenden Punkt leicht vorstellen: Ganzjahresreifen sind Allrounder und keine Spezialisten. Das liegt natürlich auf der Hand, denn diese Reifen sollen ja auf Schnee genauso funktionieren wie bei Regen oder trockener Fahrbahn. Sie müssen Frost genauso abkönnen wie brütende Hitze im Sommer. Die logische Folge ist zwangsläufig ein Kompromiss. Sowohl was die Gummimischung als auch das Profil betrifft. Doch die meisten Fachleute, die solche Reifen regelmäßig testen, sei es beispielsweise der ADAC, die AUTOBILD oder aber die Stiftung Warentest, kommen bei einigen Produkten zu durchaus erfreulichen Ergebnissen.
Auf der anderen Seite ist natürlich klar, dass die Spezialreifen für Sommer und Winter in den einzelnen Disziplinen wie Fahrten auf Schnee und Eis, bei Nässe (Aquaplaning), auf trockener Fahrbahn, Rollwiderstand, Länge des Bremsweges usw. in aller Regel überlegen sind. Da diese Produkte nicht in allen Disziplinen gleichzeitig überzeugen müssen, können sich die Ingenieure eben auf das konzentrieren, was in der jeweiligen Jahreszeit besonders gefragt ist. Dass dabei Vorteile herauskommen, ist nicht weiter überraschend.
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Was empfiehlt nun der Werkstatt-Tipp seinen Lesern?
Wenigfahrer

Wenigfahrer

Ein Auto ist zwar vorhanden. Aber damit bewegt ihr euch hauptsächlich in der Stadt und in Gebieten mit gemäßigtem Klima? Dann ist ein Ganzjahresreifen keine schlechte Wahl. Ganzjahresreifen sind zwar ein Kompromiss, aber unter diesen Voraussetzungen ein vernünftiger.

Sportliche Fahrer

Sportliche Fahrer

Ihr habt Spaß am Autofahren – und zwar im Sommer wie im Winter? Dann ist ein Räderwechsel passend zu den Jahreszeiten wirklich sinnvoll. Die Spezialisten liegen noch immer vorn in punkto Bremsweg und Kurvenstabilität. Wer trotz sportlicher Fahrweise sicher unterwegs sein möchte, hat mit Sommer- bzw. Winterreifen klare Vorteile.

Winterliches Gelände

Winterliches Gelände

Freunde des Wintersports oder Leute mit einem Wohnort nahe oder in den Bergen, kommen um Winterreifen kaum herum. Gerade auf Schnee und Eis reichen die Allwetterreifen nicht ganz an die Spezialisten heran. Weil Sicherheit immer Vorfahrt haben muss, empfiehlt der Werkstatt-Tipp hier Winterreifen.

Reifengröße

Reifengröße

Zwar ist das Angebot an Allwetterreifen heute recht umfangreich. Das gilt aber hauptsächlich für die gängigen Felgengrößen und Reifenquerschnitte. Je breiter die Reifen sein sollen und je geringer dessen Höhe, desto geringer wird die Auswahl – bis schlussendlich kaum noch ein Anbieter gefunden wird. Schon gar nicht ein renommierter. Ganzjahresreifen taugen also nicht für alle Felgen.

Profil

Profil

Egal welche Reifen aufgezogen sind – die Profiltiefe ist immer das entscheidende Kriterium. In Deutschland darf ein Reifen bis zu einer Profiltiefe von 1,6 Millimetern abgefahren werden. Die Leistung lässt allerdings bereits ab vier Millimetern Resttiefe drastisch nach. Ab hier sollte ein Reifenwechsel erfolgen. Der passende Partner für die Reifenwahl und den Reifentausch ist die qualifizierte Kfz-Werkstatt. Eine gute findet man über die PLZ-Suche Werkstatt-tipp.de.

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