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Leute: das treibt die Werkstattpreise

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Die Rentendebatte macht das Problem transparent. Abertausende Babyboomer verabschieden sich in den Ruhestand. Gut ausgebildete Fachleute werden zunehmend zur Mangelware. Gerade das Handwerk leidet unter diesem Prozess. In Deutschlands Kfz-Werkstätten werden Mechatroniker händeringend gesucht. So mancher Kfz-Betrieb wurde in jüngerer Vergangenheit geschlossen, weil es weder einen Nachfolger für den Betriebsinhaber gibt noch Ersatz für Mitarbeiter.
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Bei gleichbleibender Nachfrage, aber geringerem Angebot, greifen die Marktmechanismen. Man kennt das – die Ware oder Dienstleistung wird teurer. Ganz einfach weil es an Wettbewerb fehlt. Will ein Betriebsinhaber einen Meister oder Gesellen einstellen, dann verlangt der begehrte Fachmann natürlich ein entsprechendes Salär. So sind die Mechanismen nunmal. Diese höheren Kosten findet der Kunde dann natürlich auf der Rechnung, was den ökonomischen Gesetzen entspricht. So haben sich nicht wenige Autofahrer gewundert, wieso die Inspektion zuletzt nun ein ganzes Stück teurer geworden ist. Im Fachkräftemangel liegt ein Teil der Antwort.

Begehrt: Nachwuchskräfte für Kfz.-Werkstätten – z.B. für eine Ausbildung zum Mechatroniker.

Immerhin: Die markenungebundenen Betriebe, also die „freien Werkstätten“, bieten nach Marktuntersuchungen ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, als die an die Automarken gebundenen Wartungsunternehmen. Aber klar, auch die „Freien“ kommen um Lohnerhöhungen mit entsprechenden Preissteigerungen nicht herum. Es gibt aber Hoffnung, dass der Trend in Zukunft abgebremst wird. Und auch das hat mit ökonomischen Gesetzmäßigkeiten zu tun.
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Junge Leute zog es bis zuletzt bevorzugt in die Universitäten. Ein Grund war sicher die Aussicht auf höheren Lohn im Job. Doch nun zeigt sich, dass es da zu einer Fehlsteuerung kam, nämlich zu einer „Akademikerschwemme“. Mit einem erwartbaren, logischen Ergebnis. Während man in vielen akademischen Berufen nach der Ausbildung nur noch schwer einen Job findet, gibt es in qualifizierten Handwerksberufen einen Mangel, damit bessere Berufsaussichten und dann auch noch oft eine bessere Entlohnung!
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Junge Leute, die sich heute mit der Berufswahl beschäftigen, sollten sich zweimal überlegen, ob sie mit einem Studium bei Karrierefragen tatsächlich besser fahren, denn … Autowartung wird es auch in Zukunft geben müssen. Welche Auswirkungen die KI auf einen Bürojob hat, kann heute niemand abschließend sagen. Dass aber viele Jobs in dem Bereich wegfallen werden, ist längst klar. Also dann doch lieber Handwerk. Zumal die Aufstiegschancen beachtlich sind. Man kann Meister werden. Womöglich auch mal mit einem eigenen Betrieb!
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So wird eine altbekannte Weisheit heute wieder hoch aktuell. Das Handwerk hatte und hat goldenen Boden.
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