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Man weiß es längst. Die Europäische Umweltagentur ist nicht ohne Einfluss in Brüssel. Jetzt hat sie mit einem neuen Gutachten aufhorchen lassen. Und das kann Folgen für Millionen Autobesitzer in Deutschland und Europa haben. Was steckt dahinter?
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Die Agentur geht von 300.000 bis 400.000 frühzeitigen Todesfällen durch Feinstaub in der Umgebungsluft aus. Ein Großteil dieser lungengängigen Partikel wird auf das Konto von Verbrennern gebucht. Vor allem denen älterer Baujahre. Davon gibt es jede Menge, denn schon lange berichtet Werkstatt Tipp, dass unsere Autos im Schnitt mittlerweile annähernd 11 Jahre alt sind.

Feinstaub, der auch in Abgasen von Autos enthalten ist, stellt laut bestehender Studien ein Gesundheitsrisiko dar.
Die EU hat nun Pläne veröffentlicht, ältere Fahrzeuge verschärft auf den Prüfstand zu stellen. Bislang gelten die aktuellen Abgasgrenzwerte nur für neuere Autos. Diese maximalen Emissionen sollen nun aber auch auf Diesel der Euro-Norm 5 und bestimmte Euro-6-Benziner angewendet werden. Wir reden hier dann von 16 Millionen potenziell betroffener Autos. Also von jedem 3. in Deutschland.
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Kommt die Umweltagentur mit dem Vorhaben durch, dann droht einem großen Teil der deutschen Autoflotte ohne Nachrüstung die Stilllegung. Und da kommen sofort Erinnerungen an den VW-Dieselskandal auf, der sich auch auf andere Hersteller ausgeweitet hatte. Noch immer beschäftigt dieser Betrug die Gerichte. Viele der betroffenen Diesel der Normen 5, 6a bis 6c sind nicht nachgerüstet, stoßen also mehr Stickoxid aus, als vom Gesetzgeber erlaubt.
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Die Sache ist nun beim Bundesverwaltungsgericht gelandet. Zudem treffen sich im Dezember die Verkehrsminister der EU, um über die Sachlage zu beraten. Auf Nachfrage äußerte sich das Bundesverkehrsministerium, man begrüße den Gesundheits- und Umweltschutz und setze auf neuartige Prüf- und Messmethoden. Zumal die bisherigen Vorgaben hinsichtlich der Emissionen in Europa vergleichsweise lasch seien, hingegen etwa in China, dem größten Automarkt sowie in Lateinamerika wesentlich schärfer.
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Der TÜV-Verband begrüßt den Vorstoß der EU-Kommission, die Abgasuntersuchung zu intensivieren und höhere Normen bei allen älteren Autos zu verlangen. Bleibt die Frage, wie teuer eine Nachrüstung verbesserter Abgasreinigung für die Millionen Fahrzeuge wird.
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Ob sich dann bei Dieselfahrzeugen die Hersteller beteiligen müssen? Und ob sich, gemessen am Restwert der Fahrzeuge, eine Nachrüstung noch lohnt? Das sind Fragen, die noch nicht abschließend beantwortet werden können. Man darf aber gespannt sein.
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Eines ist garantiert. Wer Besitzer eines betroffenen Fahrzeugs ist, wird die weitere Entwicklung interessiert, aber teils auch mit bangem Blick verfolgen. Werkstatt Tipp bleibt dran..
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