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1. PROFIL
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Der Gesetzgeber schreibt bei allen Reifen – ob Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen – eine Mindestprofil-Tiefe von 1,6 mm vor. Empfehlenswert ist es aber nicht, Reifen bis zu dem Wert abzufahren. Gerade im Winter wird ein Mindestprofil von 4 mm empfohlen. Ansonsten ist eine sichere Fahrt auf Matsch oder Schnee nicht mehr gegeben. Ein einfacher Test hilft. Hält man eine 1-Euro-Münze ins Reifenprofil und der Goldrand verschwindet ganz, ist man noch auf der sicheren Seite. Andernfalls ist die Anschaffung neuer Reifen angezeigt.
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2. ACHSEN
Reifen fahren sich auf den beiden Achsen meist unterschiedlich ab. Generell ist es so, dass das bessere Paar auf die Hinterachse gehört. Das dient der Fahrstabilität. Grundsätzlich ist es nicht ratsam, unterschiedliche Reifen je Achse zu mischen. Ist ein Reifen schadhaft, sollte stets das Paar erneuert werden. Eine Marke auf der Vorderachse und eine andere auf der Hinterachse, ist kein Problem. Solange die empfohlene Profiltiefe nicht unterschritten wird.
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Die DOT-Nummer gibt das Reifenalter an. Bei diesem Beispiel wurde der Reifen in KW 40 im Jahr 2026 produziert.
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3. ALTER
Neben dem Verschleiß ist das Alter der Reifen zu beachten. Gummi wird mit der Zeit zwangsläufig porös und verliert auch an Elastizität und Straßenhaftung. Mit jedem Jahr nimmt die Gefahr zu. Deshalb sollte man gerade beim Kauf neuer Reifen auf das Herstellungsjahr achten. Es könnte ja sein, dass die Pneus schon längere Zeit in einer Lagerhalle verbrachten. Erkennbar ist das an der so genannten DOT-Nummer. Das ist eine 4-stellige Ziffernfolge auf der Reifenflanke. Beispielsweise 4026. Die erste beiden Ziffern stehen für die Kalenderwoche, das letzte Ziffernpaar für das Herstellungsjahr. Daher Augen auf beim Reifenkauf.
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4. JAHRESZEIT
Es ist nicht ratsam, Winterreifen im Sommer oder Sommerreifen im Winter zu fahren. Letzteres ist gar verboten. Aber es gibt neben dem Gesetz einen ganz praktischen Grund. Entscheidend ist die Außentemperatur.
Die Reifenhersteller verwenden für Winter- und Sommerreifen ganz unterschiedliche Materialmischungen, weil sich Gummi bei sinkenden bzw. steigenden Temperaturen unterschiedlich verhält. Auf gefrorenem Untergrund sind ganz andere Eigenschaften gefragt als bei heißem Asphalt. Wer auf mögliche geringen Verschleiß und gute Sicherheit Wert legt, der hält sich an die Empfehlung O bis O. Also Ostern und Oktober. Das sind die Zeiten, in denen der Reifenwechsel ansteht.
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5. WECHSELN
Ein Räderwechsel in der Werkstatt bietet Vorteile. Ist das Fahrzeug auf der Hebebühne und sind die Räder demontiert, haben Fachleute freie Sicht auf Fahrwerk, Achsen, Stoßdämpfer und Bremsanlage. Schäden fallen so schnell auf. Aus Gründen der eigenen Sicherheit ist dieser Expertenblick wertvoll, denn einem Laien wird vieles, was der Profi sieht, entgehen. Deshalb frühzeitig in der guten, freien Werkstatt einen Termin vereinbaren und der Warteschlange beim ersten richtig kalten Schlechtwetter entgehen.
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